Das Gedächnis einer Biene

Bienen gehören zu den Spezies Insekten. Ihr Gehirn ist so groß wie ein Samenkorn. Allerdings sind sie akrobatische Flieger, Kletterer und Läufer und haben eine Fülle von Sinnesorganen mit der sie unsere Erde wahrnehmen. Ob ihr Gehirn zum Nachdenken geeignet ist, darf wohl bezweifelt werden. Ihre Aktionen sind vermutlich vom Instinkt gesteuert.

Trotzdem müssen wir immer wieder staunen, was ihr Gehirn so auf die Reihe bringt Das Auffinden von Pollen und Nektar und die Weiterleitung der ‚Trachtgebiete durch den Schwänzeltanz an die übrigen Sammlerbienen. Das alles unter geringstem Aufwand. Um das alles zu erfassen bedeutet ein hohes Maß an Lernfähigkeit und hat mit instinkthaft nichts zu tun. Wir wissen seit langem, dass die Honigbienen sogar ein hohes Maß an Lernfähigkeit besitzen. „Sie fassen Eigenschaften zusammen und bilden Wahrnehmungskategorien“. Sie unterscheiden symmetrische Muster von unsymmetrischen. Sie erkennen Merkmale in einem räumlichen Bezug zu anderen Merkmalen. Mit anderen Worten, sie unterscheiden rechts, links, oben und unten. Das hilft ihnen zu welcher Tageszeit sie Pollen und Nektar finden und wie sie neue Sammelstellen und den Duft erfassen. Ein Leben lang speichern die Honigbienen ihre Erkenntnisse ab. Die Winterbienen speichern ihr Wissen sogar ein halbes Jahr lang. Sie haben ein Duftgedächtnis, dass sie auch zwischen unterschiedlicher Stockluft unterscheiden können. Sie erkennen eine starke Weisel an ihren Pheromone und versuchen auch, wenn sie von einem schwachen Volk kommen, sich bei einem starken Volk einzubettelt. Dazu müssen sie z.B. Pollen mitbringen, der dann von den Wächterbienen überprüft wird, bevor sie den fremden Stock betreten. Faszinierend ist der Sozialverband von bis zu 60.000 Bienen, indem es eine genau abgestimmte Arbeitsteilung gibt.

Hans Jürgen Rettig

Quellen: ADIZ Prof. Dr. Rudolf Menzel und eigene Erfahrungen

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