Schmelzwasser in der Antarktis: In sechs Jahren zweimal der Bodensee

 

Seit 1993 steigt der Meeresspiegel weltweit im Durchschnitt um 3,1 Millimeter im Jahr – eine deutliche Zunahme gegenüber den vorangegangenen Jahrzehnten: Zwischen 1961 und 1993 war die jährliche Zunahme um ca. 40 Prozent geringer. Das durch die Erwärmung weltweit schmelzende Eis trägt dazu durchschnittlich 1,8 mm/Jahr bei (gemessen 1996 bis 2006). An diesen 1,8 mm/Jahr haben die Eisverluste des Antarktischen Eisschildes derzeit einen Anteil von rund 16 Prozent. „Schmelzwasser in der Antarktis: In sechs Jahren zweimal der Bodensee“ weiterlesen

Universität Hohenheim untersuchte Auswirkung der sogenannten Energiepflanzen auf das Ökosysteme

Sind wir noch zu retten?

Die derzeit zu beobachtende Ausweitung des Anbaus von sogenannten Energiepflanzen gefährden die Artenvielfalt im Ökosystem. Beim statistischen Landesamt in Baden-Württemberg ist nachzulesen, das 2013 bereits 14,2% der Wiesenflächen Solomais angebaut wird. Die Folge ist, dass Singvögel, wie langschnäbelige Bekassinen und Braunkehlchen, als auch Schwarzhauben-Kiebitze verdrängt werden weil ihnen durch diese Monokulturen die Lebensgrundlage entzogen wird. Auch Wildbienen, Schmetterlinge Honig-Bienen und andere Pollen- und Necktarsammler sind durch diese Landflächenbewirtschaftung beeinträchtigt. Die Universität Hohenheim untersucht aus diesem Grund auf Versuchsflächen sechs Kulturen die Auswirkungen dieser Monokulturen im Ökosystem.

Nikotin aus Tabakpflanzen kann Bienen vor Parasiten schützen

Auch andere Stoffe im Blütennektar mindern die Folgen solcher Infektionen bei Bienen erheblich, berichten Forscher vom US-amerikanischen Dartmouth College (New Hampshire) im Fachblatt „Proceedings of the Royal Society B“.

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Woher weiß die Königin in welche Zelle sie ein Drohnen-  und in welche sie Arbeiterinnenei (weibliches)  legen soll?


Es gibt verschiedene Vermutungen, die dieses bisher noch ungeklärtes  Phänomen erklären soll. Bekannter Weise sind die Drohnenzellen größer als die Zellen für die weiblichen Eier. In der Fachsprache  ist von Stiften die Rede. Also die Königin  bestiftet die einzelnen Zellen, nachdem sie die Zelle sehr eingehend  vermessen hat.

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Chemie

Chemie

Der sorglose Umgang mit der Chemie beim sogenannten Pflanzenchutz wird unweigerlich eines Tages Konsequenzen nachsichziehen. Nicht nur beim Bienensterben, auch bei der Verseuchung des Grundwassers eines unserer kostbaren Lebensgrundlage. So beim Fracking bei dem die Chemie tonnenweise in de Erde gepumpt wird. „Chemie ist, wenn es knallt, zischt und stinkt? – Nicht immer! Viele Chemikalien, mit denen jeder von uns tagtäglich in Berührung kommt, fühlen wir nicht, schmecken wir nicht und nur manchmal kommt durch den Geruch Verdacht auf. Sie stecken in unseren Shampoos, Handys oder Computern, in unseren Schuhen, der Kleidung, ja sogar in Lebensmitteln. Greenpeace setzt sich beispielsweise für ein weltweites Verbot gefährlicher Chemikalien und ein wirksames EU-Chemikalienrecht mit strengen Zulassungspflichten ein“.

Quelle: Greenpeace

Das Gedächnis einer Biene

Bienen gehören zu den Spezies Insekten. Ihr Gehirn ist so groß wie ein Samenkorn. Allerdings sind sie akrobatische Flieger, Kletterer und Läufer und haben eine Fülle von Sinnesorganen mit der sie unsere Erde wahrnehmen. Ob ihr Gehirn zum Nachdenken geeignet ist, darf wohl bezweifelt werden. Ihre Aktionen sind vermutlich vom Instinkt gesteuert.

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Das Bundesamt für Naturschutz sorgt sich um Wildpflanzen

Immerhin scheint das Bundesamt für Naturschutz jetzt am Ball zu bleiben, dass der Einsatz von Pestiziden nicht nur Insekten tötet, sondern auch nunmehr unsere Wildpflanzen gefährdet sind. Zu spät sorgt sich das Bundesamt für Naturschutz und zu spät hat sich auch die Politik eingeschaltet. Seit Jahrzehnten mahnen Naturschützer und Umweltverbände die Politik die Rahmenbedingungen zu ändern. So heißt es jetzt, dass 30.8% von insgesamt 8650 Farn- und Blütenpflanzen, Moose und Algen in ihrem Bestand gefährdet sind und das sich in den letzten 20 Jahren der Zustand der Wildpflanzen gravierend verschlechtert hat. Zu verantworten haben das die Chemiekonzerne und Bauernverbände, die mit der Herstellung von Pestiziden nur an massenhaften Einsatz gedacht haben und die Bauernverbände, die sorglos den Einsatz gebilligt haben, um etwas mehr Ertrag heraus zu wirtschaften. Zu kurz gedacht.
Quelle:Bruchsaler Rundschau

Agrarministerin Klöckner ignoriert Veto von Umweltministerin Schulze

Jeden Tag erreichen uns Horrormeldungen über den Klimawandel, verseuchtes Grundwasser, Meere und das Insekten- und Artensterben. Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden wie Neonicotinoide in der industriellen Landwirtschaft machen unserer Natur schwer zu schaffen (15.000 Wissenschaftler haben gerade ein SOS gefunkt — eine Warnung an die Menschheit: Wenn wir nicht aufhören, die Umwelt zu verschmutzen, ist unser Planet verloren). Die Natur, die uns fast schon aus den Händen zu gleiten droht, hat auch noch Agrarministerin Klöckner 18 neue Ackergifte zugelassen, die unsere Bienen töten. Das Veto Umweltministerin Schulze überging sie einfach – ein klarer Rechtsbruch! Über Hundert weitere Pestizide stehen schon auf der Warteliste. Damit sie die nicht auch noch durchwinkt, müssen wir jetzt schnell reagieren.

Erinnern wir uns. Es gab Zeiten, in denen wir nach einer Autotour  Insekten von der Windschutzscheibe und von den Scheinwerfern kratzen mussten. Und heute? Windschutzscheibe und Scheinwerfer bleiben sauber.

Imkerinnen und Imker bemühen sich um die Artenerhaltung. Zu schaffen macht ihnen jedoch mehr und mehr die industrialisierte Landwirtschaft mit ihrer Profitsucht und die nicht davor zurückschreckt weiterhin Pestizide einzusetzen, um mehr Ertrag herauszuwirtschaften, sodass durch Monokulturen kaum noch Tracht für die Bienen und anderen Insekten übrig bleibt. Und nicht zuletzt auch gegen die Winzer, die anscheinend auch nicht auf den Einsatz von Chemie verzichten wollen.

Der größte Wert des Imkerns besteht wohl darin, einen Blick in die Natur zu haben und ohne Bienen wäre es wohl kaum möglich die großen Veränderungen zu bemerken, wie die Ausbreitung der Monokulturen, das Schwinden der Hecken, den Mangel an Nahrung für Bienen. „Raps, das ist wie jeden Tag Erbsensuppe. Das kann doch nicht gut sein.“ Noch schlimmer ist diese Situation für Wildbienen, die brauchen sehr spezielle Habitate

Randstreifen sind Feigenblattpolitik und Zuschüsse aus Brüssel allein nicht nachhaltig. Wildblumenprojekte brauchen Wurzeln – gute Ortskenntnis, die richtigen Verbündeten. Ein Landwirt muss dabei sein, der die praktischen Arbeiten, das Pflügen und Drillen übernimmt. Entweder überlässt er dafür ein Stück Land oder jemand anderes.. An Gemeinderändern gibt es häufig ungenutzte Flächen, Firmen haben „Vorratsgelände“, ebenso Kirchengemeinden oder Autohöfe. Vom weiten Land ganz abgesehen. Es würde reichen 5% der Agrikultur umzuwidmen“.

Imker könnten dabei die Rolle des Anstifters und Scouts übernehmen, wo und was und wie es gemacht werden kann.

Lust auf Honig ?

 

Wikipedia: Umzeichnung der mesolithischen Höhlenmalerei eines Honigjägers oder einer -jägerin in den Cuevas de la Araña

Seit der Steinzeit (dem Mesolithimum) sind Honigbienen mit dem Leben und Denken  der Menschen  eng verknüpft. Jäger jener Zeit nutzten die Vorliebe der Bären für Honig, um diese zu erlegen.  So kamen sie dabei an den Honig der aufgespürten  Wildbienennester und konnten damit ihren steinzeitlichen Speiseplan ergänzen. Manche Honigjäger wussten bereits, wie man Honigwaben entnehmen konnte,  ohne das Brutnest und das Bienenvolk zu zerstören und dass man mit Rauch unbehelligt an die Waben heran kam dürfte noch früher entdeckt worden sein. So standen Jahrtausendlang Honig und Wachsgewinnung als Nutzen im Vordergrund.

In unserem modernen Zeitalter ist die Imkerei für viele eine faszinierende und spannende Freizeitbeschäftigung.

In einem Bienenvolk leben 20.000 bis 60.000 Bienen. Eine Arbeiterin bringt 25 bis 35 mg Nektar oder 2,3 Millionen Pollenkörner zum zum heimatlichen Volk (Stock) zurück. Für 30 Gramm nutzbaren Honig muss die Biene rund 20.000 Mal fliegen.

Von der Einzelleistung, die das Volk erbringt, kann der Imker den Überschuss ernten (10 bis 30 kg). Zusätzlich zur Wintereinfütterung sollte den Bienen eine ausreichende Menge Honig im Bienenstock belassen werden, um damit die Bienengesundheit zu erhalten und auch zu verstärken.

Restlos alle Waben zu schleudern, ist nicht sinnvoll. Honig mit all seinen Wirkstoffen ist auch für die Bienen ein Arztneimittel und macht sie resistent gegen viele Bienenkrankheiten. Deswegen sollte der Imker auf etwas Honig verzichten.

Bienen sind ein wichtiges Bindeglied in den vielen natürlichen Lebensgemeinschaften. Bei ihrem Flug von Blüte zu Blüte übernehmen sie ganz nebenbei auch die Bestäubung der Blüten. So sorgen sie bei Wild- und Naturpflanzen für einen reichen Fruchtansatz und sichern damit auch Wildtieren die Nahrungsgrundlage.

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