Nächtlicher Durchblick

Foto: Wikipedia –  Schmalbiene Megalopta genalis

 

Es gibt eine Reihe von Tieren, die nachts scharf und sogar in Farbe sehen können. Das menschliche Auge ist da weniger speziell ausgebildet. Mit Einbruch der Dunkelheit fällt es unserem Gehirn  schwer aus den wenigen Photonen, die auf die Netzhaut gelangen  ein richtiges Bild zu erzeugen. Je mehr Lichtteilchen auf die Netzthaut fallen um so stärker wird der Kontrast. Wenn die Phontonendichte etwa 1000-fach ist wird ein Objekt im Dunkeln sichtbar.

Die nachtaktive Schmalbiene  –  Megalopta gemalis – besitzt die Eigenschaft des Sehens im dunkeln. Während Einsetzer der Dämmerung werden Schmalbienen aktiv. Die Megalopta  genalis lebt überwiegend in ausgehöhlten Stöcken. Forscher haben ihre Stockwohnung gekennzeichnet mit einer weißgestreiften Karte. Die Biene hat sich an dieser Karte gemerkt. Nach einigen Flügen wurde die Karte gegen eine graue Karte getauscht und die weißgestreifte an anderer Stelle platziert. Nach ihrer Rückkehr suchte die Megalopta  genalis zunächst die Stelle mit der weißgestreiften Karte  auf. Nachdem sie merkte, dass sie den falschen Stock vorwand, wechselte sie zur grauen Makierung und verschwand in ihrem Stock.

Quelle: Spektrum der Wissenschaft

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