Die Gewerkschaft Ver.di steht voll hinter den Aktivitäten von Fridays  for Future.

Für den 20. September ruft Fridays  for Future zu weltweiten Demonstrationen auf, einen Tag vor dem UN-Klimagipfel in New York will das Klimakabinett der deutschen Bundesregierung schnell noch Maßnahmen beschließen.  Immer auf dem letzten Drücker, wie soll es anders sein. Die Gewerkschaft Ver.di steht voll hinter den Aktivitäten von Fridays  for Future. Es wird auch auch von „Land lahmlegen“, gesprochen.  Meine Meinung: Nur eine solche Sprache verstehen die Politiker in Berlin und anderswo.

 

Agrarministerin Klöckner ignoriert Veto von Umweltministerin Schulze

Jeden Tag erreichen uns Horrormeldungen über den Klimawandel, verseuchtes Grundwasser, Meere und das Insekten- und Artensterben. Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden wie Neonicotinoide in der industriellen Landwirtschaft machen unserer Natur schwer zu schaffen (15.000 Wissenschaftler haben gerade ein SOS gefunkt — eine Warnung an die Menschheit: Wenn wir nicht aufhören, die Umwelt zu verschmutzen, ist unser Planet verloren). Die Natur, die uns fast schon aus den Händen zu gleiten droht, hat auch noch Agrarministerin Klöckner 18 neue Ackergifte zugelassen, die unsere Bienen töten. Das Veto Umweltministerin Schulze überging sie einfach – ein klarer Rechtsbruch! Über Hundert weitere Pestizide stehen schon auf der Warteliste. Damit sie die nicht auch noch durchwinkt, müssen wir jetzt schnell reagieren.

Erinnern wir uns. Es gab Zeiten, in denen wir nach einer Autotour  Insekten von der Windschutzscheibe und von den Scheinwerfern kratzen mussten. Und heute? Windschutzscheibe und Scheinwerfer bleiben sauber.

Imkerinnen und Imker bemühen sich um die Artenerhaltung. Zu schaffen macht ihnen jedoch mehr und mehr die industrialisierte Landwirtschaft mit ihrer Profitsucht und die nicht davor zurückschreckt weiterhin Pestizide einzusetzen, um mehr Ertrag herauszuwirtschaften, sodass durch Monokulturen kaum noch Tracht für die Bienen und anderen Insekten übrig bleibt. Und nicht zuletzt auch gegen die Winzer, die anscheinend auch nicht auf den Einsatz von Chemie verzichten wollen.

Der größte Wert des Imkerns besteht wohl darin, einen Blick in die Natur zu haben und ohne Bienen wäre es wohl kaum möglich die großen Veränderungen zu bemerken, wie die Ausbreitung der Monokulturen, das Schwinden der Hecken, den Mangel an Nahrung für Bienen. „Raps, das ist wie jeden Tag Erbsensuppe. Das kann doch nicht gut sein.“ Noch schlimmer ist diese Situation für Wildbienen, die brauchen sehr spezielle Habitate

Randstreifen sind Feigenblattpolitik und Zuschüsse aus Brüssel allein nicht nachhaltig. Wildblumenprojekte brauchen Wurzeln – gute Ortskenntnis, die richtigen Verbündeten. Ein Landwirt muss dabei sein, der die praktischen Arbeiten, das Pflügen und Drillen übernimmt. Entweder überlässt er dafür ein Stück Land oder jemand anderes.. An Gemeinderändern gibt es häufig ungenutzte Flächen, Firmen haben „Vorratsgelände“, ebenso Kirchengemeinden oder Autohöfe. Vom weiten Land ganz abgesehen. Es würde reichen 5% der Agrikultur umzuwidmen“.

Imker könnten dabei die Rolle des Anstifters und Scouts übernehmen, wo und was und wie es gemacht werden kann.

Lust auf Honig ?

 

Wikipedia: Umzeichnung der mesolithischen Höhlenmalerei eines Honigjägers oder einer -jägerin in den Cuevas de la Araña

Seit der Steinzeit (dem Mesolithimum) sind Honigbienen mit dem Leben und Denken  der Menschen  eng verknüpft. Jäger jener Zeit nutzten die Vorliebe der Bären für Honig, um diese zu erlegen.  So kamen sie dabei an den Honig der aufgespürten  Wildbienennester und konnten damit ihren steinzeitlichen Speiseplan ergänzen. Manche Honigjäger wussten bereits, wie man Honigwaben entnehmen konnte,  ohne das Brutnest und das Bienenvolk zu zerstören und dass man mit Rauch unbehelligt an die Waben heran kam dürfte noch früher entdeckt worden sein. So standen Jahrtausendlang Honig und Wachsgewinnung als Nutzen im Vordergrund.

In unserem modernen Zeitalter ist die Imkerei für viele eine faszinierende und spannende Freizeitbeschäftigung.

In einem Bienenvolk leben 20.000 bis 60.000 Bienen. Eine Arbeiterin bringt 25 bis 35 mg Nektar oder 2,3 Millionen Pollenkörner zum zum heimatlichen Volk (Stock) zurück. Für 30 Gramm nutzbaren Honig muss die Biene rund 20.000 Mal fliegen.

Von der Einzelleistung, die das Volk erbringt, kann der Imker den Überschuss ernten (10 bis 30 kg). Zusätzlich zur Wintereinfütterung sollte den Bienen eine ausreichende Menge Honig im Bienenstock belassen werden, um damit die Bienengesundheit zu erhalten und auch zu verstärken.

Restlos alle Waben zu schleudern, ist nicht sinnvoll. Honig mit all seinen Wirkstoffen ist auch für die Bienen ein Arztneimittel und macht sie resistent gegen viele Bienenkrankheiten. Deswegen sollte der Imker auf etwas Honig verzichten.

Bienen sind ein wichtiges Bindeglied in den vielen natürlichen Lebensgemeinschaften. Bei ihrem Flug von Blüte zu Blüte übernehmen sie ganz nebenbei auch die Bestäubung der Blüten. So sorgen sie bei Wild- und Naturpflanzen für einen reichen Fruchtansatz und sichern damit auch Wildtieren die Nahrungsgrundlage.

„Lust auf Honig ?“ weiterlesen